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Paul Cézanne (1905) - Stillleben mit Äpfeln und Pfirsichen
Source: National Gallery of Art | Still Life with Apples and Peaches

Paul Cézanne (1905) - Stillleben mit Äpfeln und Pfirsichen

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"Das Auge muss begreifen, Dinge zusammenbringen", sagte Cézanne, "Das Gehirn gibt ihm Form." In einem Stillleben, wo der Künstler auch die Welt erschafft, die er malt, repräsentiert jedes Objekt, jede Platzierung, jeder Blickwinkel eine Entscheidung. Cézanne malte die hier abgebildeten Objekte viele Male und übermalte sie. Der Tisch, die gemusterte Decke und die blumige Kanne waren alles Requisiten, die er in seinem Atelier aufbewahrte. Jede andere Anordnung war eine neue Erkundung von Formen und ihren Beziehungen.

Hier neigt sich der Tisch unerwartet und widersetzt sich den traditionellen Regeln der Perspektive. Ähnlich sehen wir die Kanne im Profil, dürfen aber auch einen Blick hineinwerfen. Paradoxerweise ist es Cézannes Treue zu dem, was er sah, die für diese "Verweigerung" von Logik und dreidimensionalem Raum verantwortlich ist. Es ist nicht so sehr, dass er den Raum bewusst flach macht. Vielmehr konzentriert er sich auf die Objekte selbst anstatt auf das perspektivische Schema – die "Luftkiste" –, in dem sie existieren. Cézanne arbeitete langsam und bedacht. Über Tage hinweg verschob er seine Staffelei und malte verschiedene Objekte – oder sogar dasselbe – aus verschiedenen Blickwinkeln. Jedes Mal malte er, was er sah. Es war seine Vertiefung in den Malprozess, die sein Werk in Richtung Abstraktion drängte.